Neben den neuen Werken von HammerFall, Virgin Steele und Helloween habe ich mich in diesem Jahr insbesondere auf das neue Album der epischen Bombast Metaller Rhapsody gefreut. "Dawn Of Victory" ist das nunmehr dritte Album, welche die Story, die auf den Vorgängern "Legendary Tales" (1997) sowie "Symphony Of Enchanted Lands" (1998) begonnen wurde, weiterspinnt, aber noch nicht zu Ende führt - das Ende der Fantasy Story wird erst auf dem nächsten Longplayer der führenden italienischen Band verraten. Musikalisch ist auch alles größtenteils beim alten geblieben, wenngleich "Dawn Of Victory" einen Tick aggressiver und weniger Soundtrack-kompatibel daherkommt und insofern eher in die Richtung des Debut`s tendiert als zu dem mit allen möglichen Elementen vollgepackten Vorgänger. Prägnat dürfte nach wie vor das excellente Gespür der Herren Turilli und Staropoli für eingängige Melodien sein, die sich auf "Dawn Of Victory" natürlich auch zu Hauf finden: Der typische Rhapsody Opener "Dawn Of Victory" bläst nach dem obligatorischem Intro schon gleich zu Beginn der Scheibe alles weg, ehe die Band mit "Triumph For My Magic Steel" sowie "Dargor, Shadowlord Of The Black Mountain" weitere Kohlen nachschiebt. Auffallend sind mal wieder die bombastischen Arrangements sowie das Plus an Streichern, welche zusammen den einzelnen Songs unverwechselbar den Namen Rhapsody aufdrücken. Erwähnenswert sind ansonsten noch das auch als Single ausgekoppelte und verdammt aggressive "Holy Thunderforce" sowie der epische Abschlusstrack "The Mighty Ride Of The Firelord". Der einzige Schwachpunkt der CD ist im Grunde nur das belanglose Instrumental "Trolls In The Dark", welches zu unspektakulär vor sich hin plätschert. Lange Rede, kurzer Sinn: Das neue Studioalbum von Rhapsody braucht sich hinter seinen sehr guten Vorgängern beileibe nicht verstecken und kann die hohen Erwartungen locker erfüllen - es dürfte wohl keinen Rhapsody Fan geben, der von dem neuen Langeisen enttäuscht wird. Sicherlich mag dem einen oder anderen die CD zu überladen wirken, aber dieser Sound hat Rhapsody nunmal berühmt gemacht und passt so perfekt zu der Fantasy Story. Fans der Band sei übrigens das Limitierte Digibook (20.000 Kopien weltweit) an`s Herz gelegt, welches zum Preis von rund 45 DM einige interessante Info`s über Rhapsody (inkl. der kompletten Fantasy Story) sowie eine Bonus CD mit 4 weiteren Tracks (2 Alternative und eine Edit Version von drei verschiedenen Album Tracks sowie die Helloween Coverversion "Guardians") samt Multimediapart enthält. Aber auch die normale Version ist nahezu ohne Abstriche empfehlenswert und ist das Geld auf jeden Fall wert.
Fazit: 9.5 von 10 Punkten